Lichtkunst in Landshut

LED-Technologie im Dienst der Kunst - Atmosphärische Lichtspiele beleben die Phantasie

Wie Licht zum Kunstobjekt wird, zeigt sich in Landshut allabendlich auf dem vor kurzem angelegten Platz vor dem neuen Gebäude des Landesamtes für Finanzen. Mit Einbruch der Dämmerung erzeugen 36 in strengem Raster angeordnete Stelen ein bewegtes Lichtspiel. Die technische Sachlichkeit des Tages weicht der Experimentierfreude mit immer neuen, überraschenden Bildern.

Tom Kristen, gelernter Elektroniker, Architekt und freischaffender Künstler in Oberbayern konnte mit seinem Entwurf eines Stelenfeldes den Anfang 2010 vom Staatlichen Bauamt Landshut ausgelobten Wettbewerb für Kunst im öffentlichen Raum für sich entscheiden.

Die auf einer 36 Quadratmeter großen Fläche vor dem neuen Landesamt für Finanzen installierten Säulen markieren den Eingang in das Behördenviertel und schlagen eine visuelle Brücke bis weit in die Altstadt von Landshut hinein.

Die Projektführung übernahm mit der Hess AG einer der bekanntesten deutschen Markenhersteller, den Fertigungsauftrag erhielt Lehner Werkmetall.

Die Feiner Lichttechnik GmbH unterstützte das Projekt bei der technischen Umsetzung durch Auswahl, Lieferung und CAD-gestützes Preprogramming der im Projekt verwendeten e:cue Steuerung.

Fotos: Jürgen Krall Photograpie

Compulite Lichtstellpulte für Luisenburg

Die Luisenburg Festspiele, die ältesten Freilicht-Spiele in Deutschland, wurden für die neue Saison mit zwei Compulite Vector Lichtstellpulten ausgestattet.

Seit 1890 wird auf der Naturbühne, einige Kilometer oberhalb der Kreisstadt im Fichtelgebirge, Theater gespielt. Nicht ohne Stolz werben die Wunsiedeler damit, dass die von Wald und Felsen umgebene Bühne Deutschlands älteste Naturbühne wäre. Bereits 1692 soll hier nach Angaben der Stadt Wunsiedel früher schon Theater gespielt worden sein. Die Voraussetzungen am Ende des 17. Jahrhunderts aber dürften ganz andere gewesen sein als heute. Vermutlich waren es vor über 300 Jahren nur einige Wenige, die hier auftraten. Inzwischen sind die Luisenburg-Festspiele aufwändig und sehr professionell. Je nach Stück sind zwischen 80 und 120 Mitarbeiter an einer Produktion beteiligt.
Auch "Schauspiel-Prominenz" kommt auf die Luisenburg. In den vergangenen Jahren standen Rosel Zech, Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich auf Deutschlands ältester Naturbühne.
Über 136.000 Besucher kommen alljährlich, um dieses einzigartige Theatererlebnis unter freiem Himmel, jedoch mit überdachtem Zuschauerraum, zu genießen. Im Rekordjahr 2010 waren es sogar 150.000 Besucher. Im Jahr 2011 steht unter anderem das Musical „Blues Brothers“ auf dem Programm.

Beleuchtungschef Thomas Ködel entschied sich nach der Prolight+Sound für eine Vector Red und eine Vector Ultra Violet von Compulite. Die Vector Ultra Violet dient als kleineres Lichtstellpult für Beleuchtungsproben im Zuschauerraum und arbeitet dabei im Netzwerk parallel zur Hauptanlage. Während der Vorstellungen dient es als Backup-System der größeren Vector Red. Die DMX-Ausgabe erfolgt über ein Compulite ePort-4.
Geliefert wurden die Lichtstellpulte über Thomann und Feiner Lichttechnik.

Luisenburg Festspiele - Blues Brothers 2011
Foto: Luisenburg Festspiele

Compulite Dimmeranlage für Oper Graz

Die Oper Graz ist eines der bekanntesten Opernhäuser Europas. Bereits im 17. Jahrhundert sind Opernaufführungen in Graz nachzuweisen. Der erste Theaterbau - eine umgebaute Remise der Hofstallungen - wurde 1736 für Opernaufführungen zur Verfügung gestellt. Ungeachtet der nicht sehr aufwändig ausgestalteten Räumlichkeiten war das Programm auf dem Höhepunkt der damaligen Zeit; man spielte Gluck und Pergolesi, die Avantgarde der damaligen Zeit, und erwarb einen solch guten Ruf, dass Kaiserin Maria Theresia das sogenannte Vizedomhaus in der Grazer Hofgasse für einen Theaterbau zur Verfügung stellte. 1776 wurde das »Nationaltheater oder Ständische Theater« am Freiheitsplatz eröffnet (an derselben Stelle befindet sich heute - nach zahlreichen Umbauten - immer noch das Grazer Schauspielhaus).

Schließlich sollte der Glanz der Grazer Oper auch äußerlich seine Bestätigung finden. Das renommierteste Architektenduo der k. u. k. Monarchie, Ferdinand Fellner und Hermann Helmer, wurden mit der Planung des Opernhauses beauftragt. Besonderer Wert wurde auf die an den Barock beziehungsweise das Rokoko angelehnte Ausstattung des Zuschauerraumes gelegt, gehalten in den Farben Gold, Weiß und Rot. Das Fassungsvermögen beträgt rund 1200 Sitzplätze, über 40 Logen und eine reich ausgestaltete Inneneinrichtung prägen das Gebäude. Eröffnet wurde das Haus am 16. September 1899 mit Schillers »Wilhelm Tell«.

In der Spielzeitpause 2010 wurde die in die Jahre gekommene alte Dimmeranlage ersetzt. Die Firma LSS aus Altenburg war mit der Erneuerung beauftragt. Passend zu den vorhandenen Compulite Vector Lichtstellpulten wurde ein Compulite CompuDIM Dimmersystem installiert.

Die 11 Dimmerschränke mit insgesamt 686 Stromkreisen sind auf 2 Dimmerräume verteilt. Durch die flexible modulare Bestückungsmöglichkeit der Schränke konnte das Dimmersystem optimal an die Anforderungen angepasst werden. Es wurden 8 Moduleinschübe mit 1x10kW, 115 mit 2x5kW und 76 mit 4x3kW sowie 36 Moduleinschübe für 72 über VIP90 geregelte Leuchtstofflampen eingebaut. Jedes Modul ist mit einem eigenen FI-Schalter bestückt. In jedem Schrank arbeiten ein Haupt- und ein vollredundanter Backup-Prozessor.

Die komplette Anlage ist per Ethernet vernetzt und kann über einen Rechner von der Lichtregie aus fernüberwacht und auch konfiguriert werden. Hinzu kommen Wand- und 19“-Dimmer für Saal- und Sonderbeleuchtungsaufgaben.

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Planungshilfen

 

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